Energy Management at Fiege

- Sustainability / Responsibility

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Rund 40.000.000 Kilowattstunden Strom verbrauchen die 35 größten von Fiege betriebenen Logistikzentren in Deutschland jährlich. Um diesen Strom- aber auch den Gasverbrauch langfristig zu reduzieren, hat Fiege in den letzten Jahren ein eigenes Energiemanagementsystem aufgebaut. Seit 2016 ist Fiege ISO 50001 zertifiziert – ein internationaler Standard, mit dem die Energieeffizienz des Unternehmens kontinuierlich überprüft und verbessert werden soll. Im Fokus steht deshalb vor allem das Energie-Monitoring und die Umsetzung von Einsparpotentialen.

Mit solchen Potentialen und dem nachhaltigen Umgang mit Energie beschäftigt man sich bei Fiege aber schon seit weit mehr als 20 Jahren. 1996 wurden Heinz Fiege und Dr. Hugo Fiege aufgrund ihrer umweltbewussten Unternehmensführung bereits mit dem Award „Ökomanager des Jahres 1996“ ausgezeichnet. Vier Jahre zuvor erhielten sie den Deutschen Logistik Preis für die beispielhafte Verbindung von Ökonomie und Ökologie.

Durch immer neue Innovationen und Technologien entstehen auch heute neue Einsparpotentiale. Mit diesen Potentialen beschäftigen wir, meine Kollegin Mareike Vogt und ich uns täglich. Als Teil des Real Estate Management unter der Leitung von Kai Alfermann bilden wir das zentrale Energie-Team der Fiege Gruppe.

Die Potentiale und energetischen Stellschrauben sind vielseitig. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass allein organisatorische Maßnahmen signifikante Einsparungen bedeuten können. Es existieren zahlreiche Fälle, in denen ein Mehrverbrauch außerhalb von regulären Schichtzeiten auftritt, beispielsweise wenn vergessen wird das Licht auszuschalten oder Lüftungsanlagen kontinuierlich laufen. Hier lassen sich mit kleinen organisatorischen Maßnahmen und regelmäßigen Schulungen große Effekte erzielen.

Um Einsparungen wie diese aufzuzeigen werden täglich mehrere hundert Datensätze ausgewertet. Die Verarbeitung der täglichen Datenflut erfolgt dabei durch das Fiege eigene Energie-Portal. Durch die regelmäßige Kontrolle und Analyse der Daten lässt sich erkennen, wo und wann der Energieverbrauch vom Standard abweicht. Der entscheidende Faktor dabei ist der Austausch mit den Standorten, denn nur so können Unregelmäßigkeiten festgestellt werden.

Mit Hilfe von regelmäßigen Vor-Ort-Energiechecks wird der Gesamtverbrauch einzelnen Verbrauchern zugeordnet, um dadurch Einsparpotenziale zu identifiziert und sowohl wirtschaftlich als auch technisch zu bewerten. Oft bietet der größte Verbraucher auch das größte Einsparpotential. In der Regel ist das die Beleuchtung mit einem Anteil von 50 bis 85 Prozent am Gesamtverbrauch. Das zeigen zahlreiche Projekte, wie Hamburg und Neuss. In beiden Fällen wurde durch das Einbringen von LED-Leuchten, verbunden mit einer intelligenten Steuerung, die prognostizierte Einsparung von 50 Prozent auf den Gesamtstromverbrauch übertroffen. Eine Einsparung, die sich je nach Projekt nach 2 bis 4 Jahren rentiert.

Mit dem Thema Robotik und zunehmender Intelligenz in Logistikzentren stehen bereits jetzt weitere Verbraucher fest, die den Zeitpunkt und die Menge des Energieverbrauchs zukünftig noch stärker beeinflussen. Hinzu kommen Konzepte zur Eigenstromversorgung, etwa durch Photovoltaik und Windkraft. Und auch Themen wie Elektromobilität oder Wasserstoffkonzepte werden eine immer größere Rolle spielen.

Egal ob es um ein voll automatisiertes oder ein manuelles Lager, ob es um Reifen- oder um Fashionlogistik geht – wir müssen Prozesse aufnehmen und optimieren, wir müssen Energieverbräuche messen und nachvollziehen – und wir müssen unser tägliches Handeln überdenken, immer mit dem Ziel effizienter zu werden.

 

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