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Fiege-Mitarbeiter verpacken die Sendungen.

Weihnachtsengel sorgten für strahlende Augen unterm Tannenbaum

- Business Operations

4 Min Lesedauer

Fiege und Galeria Karstadt Kaufhof reagierten mit kreativem Konzept auf den Lockdown im Weihnachtsgeschäft

Die Nachricht schlug im Einzelhandel ein wie eine Bombe: harter Lockdown und das mitten im Weihnachtsgeschäft. Viele Unternehmen bangten nach einem von Corona gebeutelten Jahr um die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Um zeitkritische Bestellungen kurzfristig zu bearbeiten und Kundinnen und Kunden ihre Weihnachtsgeschenke rechtzeitig unter den Tannenbaum zu legen, haben Fiege und die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH ein innovatives Lieferkonzept aus dem Boden gestampft. Im Gespräch mit den beiden Projektverantwortlichen Stefan Schusters, Head of Department Control Tower bei der FOR Freight GmbH & Co. KG, und Martin Schacht, Niederlassungsleiter der FIEGE Unna GmbH & Co. KG, blicken wir auf ein turbulentes Wochenende kurz vor Heiligabend zurück.

Wie kam es dazu, dass Fiege gemeinsam mit Galeria Karstadt Kaufhof ein Popup-Lieferprojekt ins Leben gerufen hat?

Stefan Schusters: Jedes Jahr explodiert im Weihnachtsgeschäft das Paketvolumen. Immer mehr Menschen möchten sich gerade in der Adventszeit nicht durch volle Fußgängerzonen quetschen und bestellen ihre Geschenke lieber online. Auch im vergangenen Jahr haben die Paketdienstleister frühzeitig Prognosen herausgegeben, mit wie vielen Sendungen zu rechnen ist und bis zu welchem Datum sie eine pünktliche Lieferung zu Weihnachten garantieren könnten. Allerdings wurden viele dieser Pläne mit dem harten Lockdown ab Mitte Dezember über den Haufen geworfen. Auch Genießer mussten den Weihnachtsbummel streichen, viele Geschäfte wollten oder durften kein Click&Collect anbieten, und wir erhielten vom zuständigen Kurierdienst die Information, dass nur Sendungen, die bis zum 19. Dezember aufgegeben werden, noch rechtzeitig zum Fest ankämen. In diesem Moment trat Galeria Karstadt Kaufhof an uns heran, um nach einer alternativen Lösung zu suchen.

Wie sah die aus?

Stefan Schusters: Wir haben dem Kunden unser Tochterunternehmen, die Angel Last Mile GmbH, vorgestellt. Das von der EU geförderte Start-up sucht nach effizienteren Lösungen für City-Logistik, um auf gestiegene Anforderungen wie Same-Day-Delivery oder die Zustellung in den Abendstunden zu reagieren. Unsere Ansprechpartner waren sofort überzeugt. Die finale Entscheidung für ein innovatives Konzept mit „Angel bringt’s“ fiel dann am Donnerstag, den 17. Dezember, gegen 18 Uhr. Wir haben daraufhin eine Taskforce gegründet, der neben dem federführenden Control Tower der FOR Freight sowie Fiege Unna auch Vertreter von Galeria Karstadt Kaufhof, des für die Logistik verantwortlichen Joint Ventures Fiege X Log GmbH und von „Angel bringt’s“ angehörten.

Welche Herausforderungen gab es auf Fiege-Seite zu bewältigen?

Stefan Schusters: Zunächst einmal galt es, eine zuverlässige und zielgerichtete Kommunikation über alle Projektpartner hinweg sicherzustellen. Dafür hat unsere Taskforce bis zu zweimal täglich per Videocall konferiert. Darüber hinaus war es wichtig, IT-seitig entsprechende Prozesse aufzusetzen und einen fließenden Datenaustausch zu ermöglichen. Denn ohne entsprechende Labels, die die notwendigen Informationen enthalten, ist ein derartiges Paketvolumen nicht zu koordinieren. Gerade unser Kunde hat hierbei ein Höchstmaß an Flexibilität bewiesen.

Martin Schacht: Auch auf logistischer Seite mussten wir völlig neue Workarounds schaffen, um die Leistung erbringen zu können. Binnen 24 Stunden haben wir in unserer Niederlassung in Unna, wo wir auch im Regelfall das eCommerce-Fulfillment von gerade zu Weihnachten beliebten Produkten wie Spielwaren oder Parfüms für Galeria Karstadt Kaufhof abwickeln, zusätzliche Flächen dafür bereitgestellt. Zudem wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in das neue Projekt eingewiesen.

Wie sah die Abwicklung aus?

Martin Schacht: Zunächst einmal mussten die Pakete vorsortiert werden. Dafür hat Galeria Karstadt Kaufhof umgehend die IT umgestellt, um die Sendungsdaten auf den Labels mit einer Zahl zwischen eins und fünf zu ergänzen. Anhand dieser Zusatzinformation konnten wir die Pakete der richtigen Relation zum entsprechenden Postleitzahlgebiet zuordnen. Zielort waren die Angel-Distributionszentren in Berlin, Dortmund, Krefeld, Leverkusen und München. Alle Anpassungen sind über das Wochenende vorgenommen worden, sodass wir am Montagmorgen mit dem Sortieren beginnen konnten. Zehn Kolleginnen und Kollegen waren damit vor Ort in Unna beschäftigt.

Stefan Schusters: Für die Organisation der Hauptläufe war wiederum der Control Tower unserer FOR Freight zuständig. Das Schwierige dabei war, dass wir zum Zeitpunkt der Organisation nicht absehen konnten, wie viele Sendungen wir bewegen müssen. Zudem ist der Frachtraum vor Weihnachten natürlich knapp. Aber auch hier hat die Zusammenarbeit mit Angel super geklappt, sodass wir kurzfristig ein entsprechendes Transportangebot auf die Beine stellen konnten. Bis Dienstagabend waren alle Pakete in den jeweiligen Hubs, sodass Angel am Mittwochmorgen mit der Auslieferung starten konnte.

Gute Laune unter den Weihnachtsengeln

Haben sich die ganzen Bemühungen bezahlt gemacht?

Martin Schacht: Definitiv. Im Rahmen des Projekts haben wir am 22. und 23. Dezember knapp 3.500 Sendungen noch rechtzeitig zum Fest zugestellt. Jedem Paket haben wir zudem eine Postkarte mit einer besonderen Weihnachtsbotschaft von Galeria Karstadt Kaufhof beigelegt. So konnten die Weihnachts-Angel vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Anscheinend haben wir mit unserer Aktion in diesem besonderen Jahr den richtigen Nerv getroffen.

Welches Fazit ziehen Sie daraus?

Martin Schacht: Angesichts der Komplexität der zu bewältigenden Herausforderungen sind wir mit dem Projekt mehr als zufrieden. Alle Abläufe haben kurzfristig und ohne größere Probleme funktioniert. Vor allem die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationseinheiten war beeindruckend. Unser Kunde Galeria Karstadt Kaufhof hat sich hier gerade bei der schnellen Lösungsfindung für IT-Barrieren unheimlich flexibel gezeigt. Unser Anspruch ist stets, kreative und innovative Logistikkonzepte für unsere Kunden zu entwickeln. „Geht nicht, gibt’s nicht“, so könnte man die Fiege-Mentalität zusammenfassen.

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