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Robotik Intralogistik

Robotik in der Intralogistik

- Engineering

3 Min Lesedauer

Um wettbewerbsfähig und am Puls der Zeit zu bleiben, treibt FIEGE Engineering die Prozessautomatisierung in unseren Lägern voran und testet Robotik in der Intralogistik. Aktuell laufen gleich mehrere Proof-of-Concepts.

Ameisen gelten gemeinhin als clever. Zwar sind sie einzeln recht hilflos, erlangen im Kollektiv jedoch ungeahnte Fähigkeiten. Nicht umsonst stehen sie als Paradebeispiel für Schwarmintelligenz, mit deren Hilfe sie beispielsweise immer den kürzesten Weg zur nächsten Nahrungsquelle finden. In unserem Multi User Center in Emmerich ist eine besonders kluge Ameise unterwegs: Ein fahrerloses Transportsystem (FTS) vom Typ AGILOX ONE fährt dort seit Anfang Juni selbstständig durch die Gassen des Hochregallagers.

Der Markt für smarte Automatisierung in der Intralogistik ist mittlerweile groß. „Gerade im asiatischen Raum schießen immer mehr Start-ups aus dem Boden“, sagt Jens Veltel von FIEGE Engineering. Das Team agiert unter anderem als interner Dienstleister für Prozessautomatisierung, um FIEGE und die Logistikprojekte der Kunden fit für die Zukunft zu machen. „Wir sondieren das Angebot, sortieren die Möglichkeiten und überführen vielversprechende Techniken in einen Proof-of-Concept, der ihre Praxistauglichkeit testet“, so Veltel.

Keine Laborbedingungen

Diese Proof-of-Concepts (PoC) legt FIEGE Engineering als „nullten“ Schritt an. „Das Prinzip lautet: ‚Keep it simple!‘ Wir wollen im Zuge einfacher Machbarkeitsstudien möglichst schnell den Nutzen bewerten. Und das nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis“, erklärt Veltel und ergänzt: „Für uns zählt nicht nur, ob eine Technologie funktioniert, sondern vor allem, ob sie auch in der FIEGE Welt funktioniert.“

Der AGILOX ONE, Projektname „Andreas“, unterstützt vor Ort beispielsweise den Palettentransport. In einem anderen Probelauf am Standort Greven-Reckenfeld sind zwei TUGBOTS von RoboSavvy Ltd. als Zugmaschinen für Kommissionierwagen unterwegs, in Worms wurden bereits Cleaning Bots getestet. „Es gibt viele Arbeitsschritte, in denen der Mensch nach wie vor unschlagbar ist. Dazu zählt beispielsweise das Kommissionieren“, sagt Veltel. „Wiederkehrende Aufgaben können wir allerdings automatisieren, um unsere Mitarbeitenden gezielter dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden, da menschliche Intelligenz unabdingbar ist.“ Dies sei auch im Hinblick auf die immer komplexere Personalsuche relevant.

Als Schnittstellenpartner zu den Lieferanten greift das Team auf WAKU Robotics zurück. Das Expertenunternehmen dient FIEGE als Entwicklungspartner im Bereich Robotic Automation und liefert fundierte Marktanalysen. „Wir legen uns nicht auf einen Anbieter fest, sondern wollen verschiedene Techniken auf einen marktreifen Einsatz in unseren Lägern überprüfen“, sagt Veltel. Den könne kaum jemand so gut bewerten wie das Personal vor Ort. Das Feedback der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Fläche sei daher besonders wichtig, um das Potenzial der automatischen Helfer einzuschätzen.

Konturbasierte Lokalisierung

Zum Anlernen der virtuellen Karte, mit deren Hilfe sich der autonome mobile Roboter (AMR) im Lager bewegt, war ein Techniker von AGILOX eineinhalb Tage vor Ort. Rika Voß, ebenfalls FIEGE Engineering, berichtet: „Neben dem Hauptfahrweg und einigen Nebenspuren gibt es an den Bahnhöfen vordefinierte Stellplätze, an denen die Paletten auf- beziehungsweise abgeladen werden.“

Für optimale Sichtbarkeit und den Schutz des Personals ist der AGILOX ONE mit Blinkern ausgerüstet und gibt sowohl Licht- als auch Tonsignale von sich. „Zudem verfügt das Fahrzeug über Sensorik, um auf etwaige Hindernisse reagieren zu können“, sagt Voß. Bis zu 1,4 Meter pro Sekunde wird der batteriebetriebene Roboter schnell und erledigt so circa 150 Transporte pro Tag. „Fällt der Akkustand unter 60 Prozent, steuert der AGILOX selbstständig seine Ladematte an, die ihn in nur sieben Minuten wieder auflädt“, berichtet Voß.

Versprechen eingelöst

Der vierwöchige Proof-of-Concept mit dem AGILOX ONE verläuft äußerst erfolgreich, wie Markus Pohle, Regionaldirektor Nord-West bei FIEGE, bestätigt: „Uns wurde eine Plug-and-Play-Lösung versprochen und die haben wir auch bekommen. Es gibt bisher keinerlei Probleme oder Störungen.“ Die Produktivität des Roboters wird dabei laufend mit einer Auswertungssoftware überprüft, welche die Bewegungen und Tätigkeiten in Echtzeit mitschreibt.

Langfristiges Ziel der Testläufe ist es, eine entsprechende Technik mit dem Warenwirtschaftssystem zu verbinden und in weitere Prozesse zu integrieren. Deshalb werden neben dem AGILOX ONE noch weitere Geräte getestet. Jens Veltel erklärt: „Am Ende geht es darum, zu schauen, ob ein Rollout in andere Niederlassungen oder im Idealfall sogar die gesamte FIEGE Welt möglich ist.“

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