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Onlinehandel Lebensmittel
Das ursprünglich schwedische Start-up Motatos vertreibt Lebensmittel, die Produktionsfehler aufweisen oder kurz vor dem Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen. (Foto: Viktor Strasse/Motatos)

Problemlöser statt Resterampe

- Business Operations

3 Min Lesedauer

Das Start-up Motatos setzt beim Kampf gegen Lebensmittelverschwendung auf FIEGEs Know-how in Großbeeren

Als Alexander Holzknecht 2020 das erste Mal in dem Logistikzentrum stand, in dem die Lebensmittel gelagert werden sollten, konnte er sich nicht vorstellen, wie die 5.000 Quadratmeter jemals voll werden sollen. „Das Treffen werde ich nie vergessen. Sechs Monate später brauchten wir eine neue Halle“, erzählt der Country Manager Germany der Motatos GmbH rückblickend. Das junge Unternehmen hat seine In- und Outbound-Logistik an FIEGE outgesourct. Aus dem Multi-User-Center in Großbeeren versendet der Grevener Logistikdienstleister im zweiten Jahr der Zusammenarbeit rund 80.000 Pakete pro Monat für Motatos – Tendenz steigend: „Wir planen, unser Auftragsvolumen 2022 zu verdoppeln“, kündigt Holzknecht an.

Motatos ist der internationale Ableger der Matsmart in Scandinavia AB, die vor sieben Jahren gegründet wurde. Da es sich bei „Matsmart“ allerdings um ein schwedisches Wortspiel handelt, sollte für die Niederlassungen in Finnland, später Dänemark und seit einem Jahr Deutschland ein neuer Name gefunden werden. Potatoes, Tomatoes, Motatos – der Name passt in die Reihe. „Der Gedanke dahinter war: Das Wort hat einen kleinen Fehler und ist trotzdem super. Und so ist das auch mit dem Essen. Manches ist nicht perfekt, schmeckt aber trotzdem fantastisch“, erzählt Holzknecht.

Nachhaltig gegen Overstock

Fantastisch ist auch das Konzept von Motatos: Lebensmittel, die einen Produktionsfehler haben, die kurz vor oder knapp über dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegen, werden deutlich günstiger über einen Webshop angeboten. „Jedes Jahr werden in Deutschland rund zwölf Millionen Tonnen an Nahrungsmitteln weggeworfen. Für diese Überproduktion wollten wir eine nachhaltige Lösung finden“, erklärt Holzknecht. Etwa 1.000 regelmäßig wechselnde Artikel hat das Start-up im Sortiment.

Der Onlinehandel mit Lebensmitteln bringt logistische Herausforderungen mit sich. Denn der Warenkorb, den die Kundinnen und Kunden zusammenstellen, ist komplex und enthält im Schnitt rund 30 unterschiedliche Produkte. „Das braucht ein hohes Maß an Flexibilität. Dank jahrelanger Erfahrung im E-Commerce und dem Food-Bereich hat sich FIEGE als extrem guter Partner erwiesen“, berichtet Holzknecht. Vor allem bei der Orderoptimierung habe FIEGE mit Know-how geholfen. „Für unseren Erfolg war ein skalierbares Setup entscheidend. Wir wollen wachsen und brauchen dafür Partner, die diese Entwicklung mitgehen können“, sagt Holzknecht.

E-Commerce Food80.000 Pakete bringt FIEGE monatlich für Motatos auf den Weg. (Foto: Viktor Strasse/Motatos)

Säulen sollen gleichmäßig wachsen

Anfangs war der Respekt vor dem deutschen Markt groß. „Wir mussten abwägen, welche Rolle das Thema Nachhaltigkeit auf Konsumentenseite spielt“, erinnert sich Holzknecht an die damaligen Gedankenspiele. Schließlich aber habe man den Sprung ins kalte Wasser gewagt. „Der Go-Live des Webshops war im April 2020 und wir haben uns im ersten Geschäftsjahr super entwickelt“, sagt Holzknecht. Das Erfolgskriterium sei ein gleichmäßiges und gesundes Wachstum auf Angebots- und Kundenseite gewesen, in dessen Zuge auch die Logistik ausgeweitet werden musste. Aktuell stehen in der FIEGE-Niederlassung südlich von Berlin 8.500 Quadratmeter zur Verfügung.

Das Geschäftsmodell von Motatos begrüßen mittlerweile auch immer mehr Lieferanten. „Die Hersteller verdienen mit uns zwar kein Geld mehr, wir lösen aber ihre Probleme mit Overstock“, sagt Holzknecht und ergänzt: „Unter unseren über 200 Lieferanten sind einige namhafte Kunden gelistet.“ Der Country Manager ist zufrieden, dass sich der Kreis vergrößert: „In der Regel kaufen die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht ausschließlich bei Motatos, aber wenn sie uns in ihren Rhythmus einbauen, tun sie schon viel gegen Lebensmittelverschwendung.“

Klares Ziel vor Augen

In den letzten sechs Monaten sei der Markt dann endgültig explodiert. „Deshalb haben wir im Herbst den nächsten Wachstumsschub gezündet“, sagt der Country Manager. Mittlerweile arbeiten 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland. Ziel sei es, weitere Länder anzuschließen. Geht der Plan auf, steht Holzknecht bald in einer noch größeren Halle.

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