• Presse
  • Webservices

  • Suche

Luftaufnahme Haribo Zentrallager

Food-Logistik: Im Land der Goldbären

- Business Operations

3 Min Lesedauer

Fiege ist Logistikpartner im Haribo Zentrallager. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen der Food-Logistik.

Kids and grown-ups love it so – the happy world of Haribo oder Haribo, c’est beau la vie – pour les grands et les petits: Man kennt ihn, egal wo auf dieser Welt – den Haribo-Werbespruch. Bereits seit über 100 Jahren macht Haribo Kinder froh. Und das nicht mehr nur in Deutschland, sondern weltweit. Die Haribo-Holding GmbH & Co. KG, die Firma von Hans Riegel aus Bonn, ist zu einer international bekannten Marke avanciert. Aus der einstigen Bonner Hinterhof-Waschküche ist inzwischen eine Holding mit 16 Standorten und einem Vertrieb in über hundert Ländern geworden.

Ob in Nordamerika, Asien, im Mittleren Osten, Japan oder Australien – überall werden Goldbären, Lakritz-Schnecken und MAOAM genascht. Wie sie von Deutschland aus dorthin kommen? Das weiß Fiege am besten. Denn schon seit 2003 unterstützt das Grevener Familienunternehmen den Süßwarenkonzern in seiner Logistik, zunächst im Haribo-Zentrallager Köln-Eifeltor. 2017 siedelte die Hauptverwaltung zusammen mit der Produktion und dem Lager in den Innovationspark Rheinland bei der Gemeinde Grafschaft um – und nahm Fiege gleich mit.

Food-Logistik von Profis für Profis

Mit der Bewirtschaftung des 50.000 Quadratmeter großen Lagers im rheinland-pfälzischen Grafschaft ist der international tätige Logistikkonzern für den Materialfluss in Haribos größtem Zentrallager zuständig. Dort wird die gesamte Produktion aus den Werken in Solingen, Neuss, Bonn und anderen europäischen Ländern entsorgt. Täglich kommen über 48 Rampen rund 3.500 Paletten rein, etwa 4.000 gehen pro Tag wieder raus. Jede mit einem Durchschnittsgewicht von 600 Kilogramm.

„Wir bewegen die Ware, stellen die Artikel je nach Auftrag zusammen und schicken sie dann wieder auf Reise – per Lkw oder im Übersee-Container“, erklärt Niederlassungsleiter Jan Fielbrandt. Ebenfalls Teil der Dienstleistung ist die Produktveredelung, bei der die Süßwaren in Verkaufsdisplays gepackt oder in Markenaufsteller einsortiert werden.

Innenaufnahme im Haribo Zentrallager

Strenge Hygienanforderungen in der Food-logistik

Wichtig bei alledem ist die Unversehrtheit der berühmten Fruchtgummis und Kaubonbons, denn als Lebensmittelhersteller hat Haribo hohe und international genormte Hygiene- und Qualitätsstandards einzuhalten. So sind jegliche Prozesse im Zentrallager Grafschaft zusätzlich mit dem IFS Food Standard zertifiziert.

„Der Kunde fordert höchste Qualität in seiner Supply Chain: von der Produktion über die Lagerung bis hin zum Transport zum Endkunden. Das färbt auf unsere Mannschaft ab. Alle sind mit dem Herzen bei der Sache und sehr engagiert“, freut sich Fielbrandt über das Commitment seines rund 100-köpfigen Teams.

Automatisierte Logistik für Consumer Goods

Mit dem 44 Meter hohen, 100 Meter breiten und 120 Meter langen Hochregal, in dem rund 100.000 Paletten vollautomatisch ein- und ausgelagert werden können, weist der Standort ein wortwörtlich riesiges Differenzierungsmerkmal auf. „Die Größe der Anlage und den Technisierungsgrad findet man nicht überall“, ordnet Fielbrandt ein.

Eine spezielle über insgesamt drei Kilometer lange Paletten-Fördertechnik über zwei Elektrobodenbahnkreisläufe ermöglicht es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Ent- sowie Beladevorgänge sehr effizient abzuwickeln. Den größten Teil der Bewegung vollzieht die Technik dann allein.

Als nächstes Projekt steht für Fielbrandt das Kommissionierverfahren Pick-by-Voice an: „Beleglos, also ohne Papier, arbeiten wir schon seit zig Jahren. Jetzt wollen wir die nächste Stufe einführen: weg von den Handheld-Geräten, hin zur Gelenkten Kommissionierung über Sprache.“ Derartige Optimierungsvorschläge seien von Haribo nicht nur akzeptiert, sondern auch gefordert. „Wir setzen uns mit dem Thema Logistik und seinen Neuerungen intensiv auseinander und bieten dem Kunden kontinuierliche Verbesserung innerhalb seiner Wertschöpfungsprozesse“, erklärt Fielbrandt. Aber auch der Kunde gehe mit Initiativen zur Optimierung voran und fordere seinen Dienstleister. So oder so: ein eingespieltes Team!

0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x